Partnerschaftlich geteilte Hausarbeit

Vor ein paar Wochen haben wir Vaeter.nrw ein Interview zum Thema „Partnerschaftlich Familie und Beruf leben“ gegeben. Aber partnerschaftlich Aufgaben so verteilen, dass beide Eltern zufrieden sind, geht das überhaupt?

Ich bin der Meinung eine exakte 50/50 Aufteilung funktioniert nicht. Wer es hundertprozentig fair und gerecht aufteilen will macht sich nur unglücklich. Wichtig ist doch, dass beide Elternteile mit ihrer ganz persönlichen Aufteilung klarkommen und im Idealfall auch noch zufrieden sind. Warum soll ich, um meine 50 Prozent zu erreichen, Dinge erledigen, die bei mir mega lange dauern und mir einfach keinen Spaß machen, meiner Frau hingegen die Arbeit super schnell von der Hand geht und sie es auch noch gerne macht?

Aber was umfasst Hausarbeit eigentlich alles?

Wenn es um partnerschaftliche Aufteilung geht, haben die meisten Menschen zwei Dinge im Kopf. Erziehung und Haushalt. Die Erziehung ist ein ganz eigenes Thema, die lasse ich heute mal außen vor. Und die Hausarbeit umfasst ja nicht nur Saugen und Wäsche. Auf dem Blog von „dasnuf“ habe ich einen Fragebogen zur Hausarbeit gefunden. Ganz spannende Liste. Was allerdings „Wer denkt an die Geburtstage der Verwandtschaft?“ oder „Wer denkt an ablaufende Fristen?“ mit Hausarbeit zu tun hat, erschließt sich mir nicht so ganz. Scheinbar nimmt die Checkliste das Wort Hausarbeit auch ganz genau und umfasst nur das Haus bzw. die Wohnung. Zur Gartenarbeit und Urlaubsplanung keine Fragen. Auch nicht wer die Steuererklärung macht oder das Fotoalbum vom letzten Sommerurlaub, die Batterie in den Feuermelder wechselt, das Spritzwasser für die Windschutzscheibe überprüft oder die Getränke aus dem Keller holt? Vielleicht sind das aber genau die Fragen, die weiter unten auf der Liste nach … noch kommen.

Eigentlich ist das meckern auf hohem Niveau. Im Großen und Ganzen zeigt der Fragebogen nämlich schon auf was alltägliche kleine und große Aufgaben im Haushalt sind. Und wenn man(n) ehrlich ist, dann rufen bei den meisten Familien heute immer noch die Frauen bei vielen Fragen „yep, meine Aufgabe“.

Wie kommt das überhaupt?

Ständig ließt man das Paare ohne Kind ihre Hausarbeit fair untereinander aufteilen und beide berufstätig sind. Schon komisch wieso das als Familien dann oft nicht mehr funktioniert? Irgendwo habe ich mal den Satz gelesen: Werdende Eltern gehen als gleichberechtigtes Paar in den Kreissaal und kommen als traditionelles Paar wieder heraus.“ Da ist schon was dran.

Der Mann bleibt in der Regel im Job und die Frau kümmert sich um das gemeinsame Baby. Und da sie ja so viel Zeit hat, macht sie den Haushalt einfach parallel mit. Ist ja so easy mit Baby 😉 Dann freut sich abends der Partner und die Stimmung ist gut. Mann gewöhnt sich an den Luxus und vergisst in wenigen Tagen seine Aufgaben im Haushalt. Im Vergessen waren wir Männer schon immer gut 😉 Und warum Frauen plötzlich Samariterinnen werden und ihren Männern alles abnehmen, geht mir nicht in den Kopf. Muss es ja auch nicht. Wie oben schon geschrieben, jede Familie ist für ihr Glück und ihre Zufriedenheit selbst verantwortlich.

Wir haben das Glück uns einmal in der Woche eine Putzfrau leisten zu können. Sie kümmert sich um Küche und die Bäder. Das entspannt die Haushaltssituation für uns massiv. Die Kinderzimmer und das Wohnzimmer, sowie das regelmäßige Aufräumen, Staubwischen und Einkaufen ist mein Job. Plus die ganzen Dinge, die der Fragebogen nicht aufgelistet hat. Meine Frau kocht und macht (wieder) die Wäsche. Und jetzt doch noch etwas zur Erziehung: An drei Tagen bin ich für die Kinder da, meine Frau an zwei Nachmittagen. Am Wochenende ist dann Familienzeit. Für uns eine passende und faire Aufteilung. Ach ja, meine Frau arbeitet voll, ich mit 24 Std./Wo.

Spielen hilft!

Werbung! Unser Sommerurlaub ist schon wieder vorbei. Leider! Zwei Wochen waren wir in Deutschland unterwegs. Ausgerechnet die erste Woche am Bodensee war verregnet. Bei schlechtem Wetter kann die Stimmung in der Familie schnell kippen. Gerade im Urlaub. Aber wir waren vorbereitet und hatten ausreichend Spielsachen für beide Kinder eingepackt.

Mit im Koffer waren „RINGLDING“ und „Schau mal!“. Die beiden Spiele hatte uns AMIGO zwei Wochen vor unserem Urlaub zum Testen geschickt. Die ersten beiden Tage waren noch super sonnig, so dass wir uns nur zum Schlafen und Essen in der Ferienwohnung aufgehalten haben. Aber dann kamen die dunklen Tage, an denen sich die Sonne nur schwer gegen die Wolken durchsetzen konnte.

Exklusive Spielzeit für den Tiger

Sobald Lila mittags im Reisebett schlief, gab es für den Tiger exklusive Spiel- und Vorlesezeit mit Mama und/oder Papa. Für die Zeit haben wir den Regen draußen (fast) vergessen.

Natürlich wollte der Tiger gleich die neuen Spiele ausprobieren. Als erstes haben wir „Schau mal!“ ausgepackt. Mir persönlich hat „Schau mal“ richtig gut gefallen. Dem Tiger übrigens auch. Ich mag Spiele, bei denen man sich schnell etwas einprägen muss. Die Karten sind sehr stabil und halten auch die harte Schule (in den Mund nehmen, biegen, reißen) von Lila aus. Jede Karte hat auf einer Seite ein Bild und auf der zweiten Seite ist das Bild leicht verändert. Beispiel: Auf der Vorderseite ist eine Ampel die rot zeigt, auf der Rückseite eine Ampel die grün zeigt. Dem Tiger und mir haben die Motive gefallen. Bei einigen Karten erkennt man schnell was auf der zweiten Seite anders ist, bei anderen musste man zweimal schauen.

Die Spielregeln sind so einfach, dass ich sie nur beim ersten Durchgang dem Tiger erklären musste. Ziel ist es, schnell die Karte zu erkennen, die von einem Mitspieler von fünf auf dem Tisch liegenden Karten umgedreht wurde. Der Tiger fand das Spiel so gut, dass wir es gleich noch drei Mal spielen mussten.

Haargummis einmal anders benutzt

Daher musste RINGLDING erst einmal ungenutzt im Regal warten. Aber einen Tag später hat der Tiger dann auch das Spiel ausgepackt.

Jeder muss so schnell wie möglich die Kombination von Haargummis auf der Karte über seine eigenen Finger streifen und dann auf die Klingel hauen.

Wer die Klingel sieht, denkt sicher sofort an „HALLI GALLI“. Stimmt, das Spiel (und auch „Schau mal!“) sind von Haim Shafir, dem Erfinder von „HALLI GALLI“.

Im direkten Vergleich mit „Schau mal“ schneidet „RINGDING“ bei mir etwas schlechter ab. Ich bin einfach kein Freund von Haargummis. Bis heute sehen meine Zöpfe beim Tiger nach dem Motto „wie gewollt und nicht gekonnt“ aus.

Der Tiger hingegen war begeistert von den bunten Haargummis. Sie hat nur nicht sofort verstanden, warum die Gummis jetzt plötzlich an die Finger gehören und nicht in die Haare. Ich sollte das Spiel auf jeden Fall nicht zu oft spielen. Meine dicken Fingern leiern die Bänder ansonsten zu sehr aus.

Kurze Auszeit mit „Und ewig schläft das Pubertier“

Zugegeben, viel Zeit zum Lesen habe ich aktuell nicht. Zwei Kinder unter vier, Partnerin, Haushalt, Sport und Bloggen, da bleibt nicht viel Zeit übrig. Früher, ja da war alles besser 😉 Damals, ohne Kinder, gab es bei uns ganze Lese-Wochenenden. Heute, als Familienvater, muss ich mir die Zeit zum Lesen bewusst nehmen, so wie jetzt, im Urlaub.

Wie gut dass passend zum Familienurlaub das neue Buch von Jan Weiler „Und ewig schläft das Pubertier“ im Briefkasten lag. Ich bin ein großer Jan Weiler Fan. Neben dem Superhit „Maria, ihm schmeckt´s nicht“ – habe ich schon die ersten beiden Teile des Pubertiers gerne gelesen. Aber Jan Weiler macht es mir als Familienvater auch leicht. Sein Buch macht mir keine Angst. Es hat ein handliches Format von 11,5×1,8×17,1 cm und „nur“ 172 Seiten. Die schafft auch ein gestresster Papa an ein paar Urlaubstagen.

Der Inhalt von „Und ewig schläft das Pubertier“

Das Buch enthält eine Zusammenfassung von 27 Kolumnen seiner Homepage und aus „Der Welt am Sonntag“. Da ich kein Leser der „Welt am Sonntag“ bin und nicht so gerne Kolumnen am Bildschirm lese, bin ich sehr froh, dass Herr Weiler sie in einem netten Buch zusammengestellt hat. Das Cover und die Bilder zu den Kolumnen sind von Till Hafenbrak wunderbar gestaltet.

Inhaltlich geht es um all die Themen, die vermutlich die meisten Familien mit Kindern Ü12 kennen: ausgiebige Mediennutzung; die vielen Gesichter der Jugendlichen; Krankheit versus Wunderheilung; Verlässlichkeit bei Absprachen; Reden ist Silber – schweigen ist Gold; Schule wird überbewertet; das liebe Thema Ordnung und Sauberkeit; der erste Besuch einer Fahrschule; …

Viellicht fragt ihr euch jetzt, warum liest der Dreier überhaupt so ein Buch? Hat er nicht kleine Kinder? Ja, hat er. Aber man(n) kann sich nie früh genug mit der Pubertät auseinandersetzen (bei zwei Töchtern kommt da in ein paar Jahren sicher einiges auf mich zu) und zweitens gibt es auch ein paar Gemeinsamkeiten zwischen der „Das-Kann-Ich-Schon-Alleine-Maus“ und dem „Pubertieren“.

Gemeinsamkeiten vom Pubertier und der Das-Kann-Ich-Schon-Alleine-Maus

Pubertiere haben oft vor der Schule Bauchschmerzen und kurze Zeit später ereilt sie eine Blitzheilung. Als Vater von Ich-Kann-Das-Schon-Alleine-Mäuse kenne ich solche Phänomene  auch. Wenn Mama oder Papa an einem Kita-Tag nicht arbeiten müssen, schmerzt der Bauch oder der Kopf tut weh. Immer genau so lange, bis wir Eltern den Hörer nach dem Telefonat mit der Kita wieder auflegt haben.

Oder wie in der Kolumne „Generation Storno“ beschrieben: das Pubertier geht fleißig shoppen um kurze Zeit später alles wieder umzutauschen. Bei unserer Das-Kann-Ich-Schon-Alleine-Maus wird schon am Frühstückstisch fleißig storniert. „Ich möchte ein Brot mit Käse. Nein, lieber ein Brot mit Wurst. Papa, doch kein Brot! Nur Wurst! Und Kakao. Nein, ich wollte doch Saft…..

Vorteile eines Papas von zwei Kleinkindern

Im Gegensatz zum Pubertier-Versuchsleiter kann ich meinen Töchtern noch ganz viel beibringen. Noch bin ich für meine Mädels Meister Yoda und Obi Wan in einer Person. Mal sehen wie lange noch.

Es gibt aber auch Dinge um die ich Jan Weiler beneide. Die Dauermüdigkeit seiner Pubertiere beispielsweise. Ach was würde ich dafür geben wenn meine beide Kinder mal ein ganzes Wochenende in ihren Betten bleiben würden. Dann könnte ich endlich mal wieder ein dickes Buch lesen 😉

Beim Parken ist Schluss mit lustig

In letzte Zeit gibt es Verhaltensweisen, die mich erschrecken. Beispielsweise die Mentalität: „Rücksicht nehmen auf andere? Warum sollte ich das tun?“ Oder den Wahlslogan von Herrn Trump abgewandelt: „Me first!“

Was ich damit meine? Ich habe das Gefühl immer weniger Leute nehmen immer weniger Rücksicht auf ihre Mitmenschen. Das kaum noch jemand meiner Frau oder mir mit Kinderwagen die Tür aufhält, daran habe ich mich gewöhnt. Das nur wenige Autos anhalten, wenn wir als Familie mit Kinderwagen und Kinderfahrrad an einem Zebrastreifen stehen, fast schon Normalität. Das Meckern der Nachbarn, wenn die Kinder im Urlaub zu laut im Garten spielen, versuche ich einfach zu überhören.

Dass aber ständig Personen ohne kleine Kinder auf den markierten Familienparkplätzen ihre Autos abstellen geht in meinen Kopf nicht rein. Dies gilt im übrigen genauso für das Parken auf Behindertenparkplätzen.

Auch ältere Kinder waren mal Kleinkinder

Okay, bei den jungen, tiefergelegten GTI-Fahrern, die ihren ganzen Verstand in ihr Auto gepackt haben, kann ich es ja fast noch nachvollziehen. Die verstehen das Wort Familienparkplatz einfach noch nicht. Aber warum parken Mütter und Väter, die ältere Kinder im Auto sitzen haben, auf den für Familien mit Kleinkindern vorgesehenen Plätzen? Oder die Omas und Opas, die immer so stolz auf ihre kleinen Enkelkinder sind aber beim Einkaufen scheinbar jede Empathie für Familien verlieren.

Wenn ich die „Falschparker“ freundlich auf ihren Fehler aufmerksam mache werde ich (teilweise wüst)  beschimpft, mir wird der Stinkfinger gezeigt oder die Personen flüchten ohne ein Wort zu sagen. Bislang hat sich erst ein einziger Autofahrer mit den Worten, „ich habe das Schild nicht gesehen“, entschuldigt.

Diese soziale Unfähigkeit auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen, ich möchte sie wirklich gerne verstehen. Sind plötzlich so viele Menschen Narzissten geworden? Haben diese Menschen in ihrem Leben von ihren eigenen Eltern immer nur das Gefühl vermittelt bekommen, die Welt dreht sich nur um sie? Oder haben diese Menschen im Leben immer nur die Erfahrung gemacht, wenn ich mich nicht um mich kümmere macht es keiner?

Was geht Menschen durch den Kopf wenn sie mit ihren Autos auf der Suche nach einem Parkplatz sind? Sehen sie nur volle Parkplätze und dann ENDLICH ist da ein freier Platz. Kommt dann automatisch vom Stammhirn die Befehlskette:  SOFORT PARKEN – SCHILD IGNORIEREN – SCHLECHTE GEWISSEN AUSSCHALTEN !!

Bequemlichkeit und ihre Auswirkungen

Oder ist es etwa „nur“ die reine Bequemlichkeit ganz nah am Eingang zu parken? Der Kausalzusammenhang – wenn ich Familien den Platz wegnehme, müssen die Familien weitere Wege vom Parkplatz zum Eingang nehmen – wollen oder können die Bequemen nicht sehen. Und wenn die Familienparkplätze alle besetzt sind, heißt das für Familien: das Kind im Maxicosi den weiteren Weg bis zu den Einkaufswagen schleppen; einkaufen gehen; den Einkauf zum Auto bringen; alles einpacken; den Wagen wieder zurück zu bringen um dann das Kind wieder den weiten Weg  zurück zum Auto zu tragen. Wenn es richtig blöd kommt ist der Parkplatz noch schmal und die Eltern haben große Schwierigkeiten ihr Kind wieder ins Auto zu befördern. Unnötige Mühen für Mütter und Väter! Und das alles nur, weil erwachsene Menschen zu bequem sind ihre Autos auf einen anderen Parkplatz zu stellen.

Oder können die Familienparkplatzwegnehmer einfach nur nicht vernünftig einparken und nutzen mit Vorliebe die breiteren Familienparkplätze? Denen könnte schnell geholfen werden: Einfach bedruckte Flyer „Mach mal wieder ein Einparktraining!“ unter die Scheibenwischer legen 😉 Ach, wenn es doch nur so einfach wäre ….

Sonne, Sommer, Sonnencreme

Es ist Sommer und ob ihr es glaubt oder nicht, auch in Münster scheint die Sonne. Allerdings finde ich es total nervig meine Kinder mit Sonnenmilch einzucremen. Bislang habe ich noch keine Sonnencreme gefunden, die sich wunderbar verteilen lässt. Und dabei habe ich noch Glück. Der Tiger und auch Lila lassen sich bislang begeistert eincremen (so gerne, dass der Tiger auch schon den ein oder anderen Puppenarm und eine Menge Duplo-Steine mit Sonnenschutz eingecremt hat). Leider muss Eincremen sein, sagt meine Frau. Also mache ich es …  Nein, natürlich weiß ich selbst, wie wichtig Sonnenschutz für meine Kinder ist. Und dass ich meine 44-Jahre-alte-Haut nicht mit der Kinderhaut meiner Töchter vergleichen darf. Aber warum ist Sonnencreme für Kinder überhaupt wichtiger als für Erwachsene?

Weil das Hautkrebsrisiko bei starkem Sonnenbrand bis zu dreimal höher sein kann als bei Erwachsenen. Und warum ist das so? Die Haut von Kindern und insbesondere von Babys ist sehr empfindlich. Die Kinderhaut baut ihren Eigenschutz erst nach und nach auf. Daher wird von unterschiedlichen Internetseiten bei Kindern eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 30 bis 50 empfohlen. Allerdings sollten Babys in den ersten Monaten überhaupt nicht in die Sonne und müssen dementsprechend auch nicht eingecremt werden. Lange Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenschirm oder Schattenplatz ist für Babys der beste Schutz gegen Sonnenbrand.

Aber was hilft die beste Sonnenmilch im Schrank, wenn ich nicht weiß, wann ich überhaupt eincremen muss. Bei blauen Himmel und Sonne pur ist mir das klar. Aber wie sieht es bei Wolkenwetter aus? Dann nützt mir mein Blick in den Himmel nichts. Deshalb habe ich mir eine UV-App auf mein Smartphone geladen. Davon gibt es im Appstore eine ganze Menge. Kostenfreie und kostenpflichtige. Ich habe mich für eine kostenfrei Basis-App entschieden. Bevor ich mit meinen Kindern nach draußen gehe, schaue ich kurz auf die UV-Anzeige. Es gab schon einige Tage, da hätte ich 100 Euro verwettet, dass ich nicht eincremen muss. Wie gut das ich nicht wette, ansonsten wäre es für mich ziemlich kostspielig geworden.

Der UV-Index ist echt hart. So hart, dass ich für mich entschieden habe, erst bei einem Index von 6.0 meine Kinder einzucremen. Ab 6.0 beginnt die mittlere gesundheitliche Gefährdung. Die WHO sagt, ab diesem Wert sind Schutzmaßnahmen erforderlich. Bei dem UV-Index 3-5 stehen noch die Wörter >sind empfehlenswert< im Text. Und 6.0 ist super schnell erreicht, auch bei Wolken.

Wer mehr zum UV-Index lesen möchte und keine Lust auf eine App hat, das Bfs gibt alle drei Tage eine UV-Prognose heraus.

Versuch einer Mittagspause

Heute ist Sonntag, Lila liegt in ihrem Bett und schläft tief und fest. Meine Frau hat eine dicke Erkältung und ist gerade auch ins Bett gegangen. Der Tiger hat die Idee, dass wir auch eine Mittagspause machen könnten. Super Idee! Da bin ich sofort dabei. Zusammen legen wir uns mit einer Decke auf das Sofa. Das Einruckeln vom Tiger dauert gefühlt fünf Minuten. Dann scheint sie ihre Idealposition gefunden zu haben. Ich mache meine Augen zu und versuche zu schlafen.

„Papa, möchtest du Musik hören?“ „Nein, ich will ja schlafen.“ „Aber ich kann ohne Musik nicht schlafen.“ „Dann mach dir eine CD an. Aber bitte leise.“ „Okay, Papa.“ Der Tiger steht auf und legt „Die kleine Raupe Nimmersatt“ in den Player und kommt zurück zu mir. Für kurze Zeit ist Ruhe.

„Papa?“ „Ich schlafe!“ „Aber Papa, deine Füße sind nicht zugedeckt! Soll ich sie dir zudecken?“ „Nein, alles gut.“ „Ich decke sie dir lieber zu, nicht dass sie frieren.“ Sie steht auf und dreht die Decke so lange, bis meine Füße unter der Decke sind. Dann legt sie sich wieder hin.

Der Sekundenzeiger ist erst ein paar Sekunden weitergezogen da kommt die nächste Frage: „Papa, ist es dir zu laut?“ „Nein, ist okay so!“ „Aber mir ist es zu laut. Ich mache es leise, okay?“ Wofür das okay steht scheint sie nicht zu wissen, jedenfalls wartet sie meine Antwort nicht ab und ist schon auf dem Weg zum Player. Sie dreht an der Lautstärke, kommt zurück und macht die Augen zu.

Zack, Augen sind wieder auf. „Papa, noch ein bißchen leiser?“ „Nein, alles gut. Bleib doch einfach hier liegen, ich möchte schlafen.“ „Ich mache es aber lieber leiser.“ Der Tiger steht auf und verändert die Lautstärke minimal, bevor sie sich wieder zu mir auf das Sofa legt. „Oh, jetzt ist es aber zu leise.“ Mein „Nein, lass es einfach“ interessiert sie nicht, vielmehr steht sie wieder auf und macht sich wieder am Lautstärkeregler zu schaffen. Einen Unterschied kann ich nicht hören. Egal, sie kommt zurück und kuschelt sich bei mir an. In dem Moment geht die Geschichte zu Ende. „Papa, ich will die Geschichte noch einmal hören.“ Und schon steht sie wieder am CD-Player und startet die CD neu. Mit einem Sprung liegt sie wieder neben mir.

Zwei Minuten später: „Papa, ich muss Pipi!“  „Wirklich? Dann geh bitte schnell zum Klo.“ Kurze Zeit später ist sie wieder da. „Papa, ich musste gar nicht.“ „Gut, dann können wir ja JETZT endlich schlafen.“ Sie legt sich wieder neben mich, deckt sich zu und macht die Augen zu.

10 Sekunden später sind die Augen wieder auf! „Papa, ich lag da zu erst.“ Ich soll mit ihr den Platz tauschen. „Nein, ich lag hier doch schon die ganze Zeit.“ „Ich kann hier aber nicht schlafen!“ Also tauschen wir die Plätze, in der Hoffnung dass sie dann endlich schlafen kann, decken uns wieder zu und schließen die Augen, also ich jedenfalls!

Gefühlt direkt danach: „Papa, ist dir zu warm? Soll ich die Decke weg machen?“ „Nein, alles gut,  lass uns BITTE einfach ausruhen.“ „Aber mir ist zu warm. Ich kann so nicht schlafen.“ Ich ziehe ihr die Decke weg und drehe mich zur Seite.

Drei Minuten passiert nichts. Dann: „Papa, ich möchte tanzen!“ „Mach was du willst, ich bleibe hier liegen.“ „Aber ich kann nicht alleine tanzen.“ „Das ist mir gerade egal, ich bin MÜDE und will mich ausruhen.“ „Na gut, Papa.“

Ich bin fast eingeschlafen da kommt die nächste Frage: „Papa, möchtest du eine andere CD hören?“ Ich mache so als ob ich schlafe. „Papa? PAPA!!! Ich hole noch ein paar CD´s, okay?“ „Tiger, so kann ich nicht schlafen.“ Ich stehe auf und kümmere mich um die Küche. Nachdem ich alles aufgeräumt habe wundere ich mich, dass es auf dem Sofa so ruhig geworden ist. Ich schaue im Wohnzimmer nach. Der Tiger liegt ohne Decke AUF dem Holzboden und schläft…

Ende, aus, vorbei!

Tick, tack und zack, die Zeit ist um. Sechs Monate Elternzeit. Einfach vorbei. Seit Donnerstag bin ich wieder zurück im Job. So richtig gefreut habe ich mich auf den ersten Tag nach der Elternzeit nicht. Nach der intensiven Zeit mit meinen beiden Töchtern sah ich langsam ein Zeitfenster für mich am Horizont erscheinen, die Eingewöhnung läuft gut und in wenigen Tagen wird neben dem Tiger auch Lila mehrere Stunden am Tag in die Kita gehen. Dann wäre Zeit für mich (gewesen). Okay, nicht besonders viel, weil ja der Haushalt und alles drum herum auch ausreichend Aufmerksamkeit erwartet. Aber das Zeitfenster wäre trotzdem größer gewesen als noch vor ein paar Tagen.

Was könnte ich nach der erfolgreichen Kita-Eingewöhnung von Lila nicht alles tun: ganz in Ruhe und ohne Kind im Jogger laufen, endlich mal wieder ein Buch auf der Terrasse lesen, mich mal mit Freunden auf einen Kaffee in der Stadt treffen, drei Stunden mit dem Rennrad durchs Münsterland düsen, das Projekt Holzterrasse zu Ende bringen, tagsüber einen Blogbeitrag schreiben, … Stattdessen sitze ich – wenn auch mit reduzierter Stundenzahl – wieder im Büro. Das Computerprogramm ist immer noch hundsmiserabel, die Helligkeit im Büro nimmt es locker mit der Abenddämmerung auf und vor dem Bürofenster steht für ein paar Tage ein Schützenfestzelt.

Ich sitze an meinem Schreibtisch, lese Mails der letzten sechs Monate und bin irritiert, warum ich keine Geräusche von Lila höre. Meine Frau hatte mich gewarnt, der Wiedereinstieg in den Job hinterlässt ein komisches Gefühl. Jedenfalls ein paar Tage lang. Nach knapp einer Woche war mein Herzblatt vom System Schule wieder komplett verschluckt.

Bei mir sind es jetzt erst drei Tage zurück im Job. Mein komisches Gefühl kann ich gar nicht so richtig beschreiben. Ich versuche es mal: Trotz genügend Arbeit ist mir langweilig. Zuhause hatte ich in den letzten Monaten ständig spannende Ablenkung, konnte immer wieder neue, kleine Entwicklungsschritte bei Lila entdecken. Und zusätzlich gab es, obwohl nicht bewusst festgelegt, einen festen täglichen Ablaufplan: aufstehen, waschen, anziehen, frühstücken, den Tiger zur Kita bringen, mit Lila spielen, einkaufen, aufräumen, Wäsche, Sport, Kaffee, saugen, Mittag, schlafen, den Tiger abholen, Kinderzimmer, Spielplatz, Fahrradtour, auf Mama warten, Abendessen, Gute-Nachtgeschichte, Kind schlafen legen, aufräumen, Sofa, Bett. Da blieb einfach keine Zeit zum Grübeln und Nachdenken.

Tja und im Job ist halt alles wie immer. Na ja, fast jedenfalls. Also wenig Ablenkung, Spannung und Neues zu entdecken. Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen. Vermutlich wird mein Gefühlszustand wieder „normal“, wenn ich die ersten Familiengespräche, Spielkontakte oder Elterngespräche hatte. Also ab morgen 😉

Was, du gibst dein Kind schon in die Kita?

Montag ist ein besonderer Tag. Unsere Tochter Lila kommt mit knapp 14 Monaten in die Kita. Eigentlich ein einfacher Satz, in wenigen Sekunden ausgesprochen. Aber so einfach sind diese neun Wörter und zwei Zahlen dann doch nicht. Jedenfalls nicht, wenn man den Satz außerhalb der eigenen vier Wänden ausspricht.

In unserer Gesellschaft gibt es zwei große Fraktionen. Fraktion A sind die: Oh mein Gott! Vor dem dritten Geburtstag in die Kita? Das geht gar nicht! Eltern (in der Regel sind damit die Mütter gemeint) kümmern sich selbstverständlich bis zum dritten Geburtstag um ihre Kinder. Zu dieser Gruppe gehören Mütter und Väter, die sich in den letzten 50 Jahren genau dafür entschieden haben. Und wenn man sich einmal festgelegt hat, dann muss das auch der richtige Weg sein. Ansonsten müsste man ja das eigenen Handeln überdenken. Nein, lieber nicht. Also alle anderen Entscheidungsmöglichkeiten ablehnen oder negativ bewerten.

In der Fraktion B finden sich überwiegend jüngere Eltern, deren Kinder selbst zu Tagesmüttern/Vätern oder in die Kita gehen bzw. gegangen sind. Sie stehen der Fremdbetreuung positiv(er) gegenüber. So positiv, dass nicht wenige U3-Beführworter*Innen alle Eltern schräg anschauen, die ihre Kinder bis zum dritten Geburtstag zu Hause betreuen. Auch hier: meine Entscheidung ist die Richtige, alle anderen Wege MÜSSEN einfach falsch sein…

Es ist schon erstaunlich wie emotional das Thema Kinderbetreuung U3 in unserer Gesellschaft diskutiert wird. Wir haben entschieden Lila in die Fremdbetreuung zu geben. Wir gehören somit zur Fraktion B. Jetzt werden wir von Eltern der Fraktion A immer wieder gefragt: „Mein Gott ist die noch klein! Seid ihr euch wirklich sicher?“ „Ist es nicht noch VIEL zu früh für die Kita?“ „Dass ihr die einfach so abgeben könnt! Habt ihr euch das gut überlegt?“ „Meint ihr nicht auch, das eure Tochter durch die Kita emotionale Probleme bekommt?“ „Also ich könnte das auf keinen Fall!“ „Müsst ihr wirklich beide wieder arbeiten? Muss das sein?“

Noch missbilligender werden die Blicke wenn wir die Stundenzahl nennen, die wir „gebucht“ haben: „45 Stunden! Oh Gott! Das ist ja mehr als eine ganze Arbeitswoche von uns Erwachsenen.“ „Da kann es doch nur zu emotionalen Störungen kommen.“ „Wollt ihr das WIRKLICH riskieren?“ Dass wir die Stunden gar nicht komplett nutzen werden hat bislang noch niemanden interessiert.

An all diese Angstmacher*Innen und emotionalen Erpresser*Innen: Ja, wir haben es uns gut überlegt. Und ja, es fällt uns nicht leicht die kleine Maus schon in „fremde“ Hände zu geben. Wir haben aber Vertrauen! Vertrauen in die Erzieherinnen der Kita, die unsere Tochter gut im Blick haben werden! Und wir haben Vertrauen in uns, dass wir die kleinen Feinzeichen wahrnehmen, sollte es Lila zu schnell gehen oder ihr die Zeit ohne ihre Schwester und uns Eltern zu lang werden. Pauschale Äußerungen und Bemerkungen kann jeder! Sich aber einmal in Eltern hineinversetzten, die gerade für sich die emotional schwierige Entscheidung getroffen haben, ihr Kind in fremde Hände zu geben, ist dann scheinbar doch nicht ganz so einfach.

Und all den Menschen aus Fraktion A sei gesagt, die ständigen Erklärungsversuche und Rechtfertigungen führen nicht dazu, dass wir unsere Tochter mit einem besseren Gefühl loslassen können. NEIN, ganz im Gegenteil!

Es ist noch lange nicht Weihnachten, ich weiß. Trotzdem: Wofür Eltern sich auch entscheiden – ob sie ihr Kind Zuhause betreuen oder das Kind in eine Fremdbetreuung geht – ich wünsche mir, dass nicht jeder zum Thema U3 (pro oder contra) ungefragt seine persönliche Meinung sagt und – viel schlimmer – mit missionarischem Eifer versucht Andersdenkende von seiner eigenen Sichtweise zu überzeugen. Es ist und bliebt eine Entscheidung von uns, den Eltern unserer Kinder. Eine gute Frage wäre viel mehr: Wie können wir euch unterstützen, damit die getroffene Entscheidung für euch und eure Kinder die Richtige ist?

Vorfreude: Skulptur-Projekte 2017 – Teil 1

Endlich hat das Warten ein Ende! 10 Jahre nach der Skulptur 07 werden heute die Skulptur Projekte 2017 eröffnet. Nach 1977, 1987, 1997 und 2007 finden sie zum fünften Mal in Münster statt. Anfänglich im ersten Jahr 1977 belächelt bis angefeindet, freuen sich heute viele Kunstinteressierte auf die Skulptur 2017 und die Besucher kommen aus der ganzen Welt. Viele der verbliebenden Kunstwerke gehören inzwischen ebenso zum Stadtbild wie der Dom oder der Prinzipalmarkt. Und viele Münsteraner wissen gar nicht mehr, dass sie überhaupt einmal Bestandteil der Skulpturprojekte waren (also mir geht es jedenfalls bei einigen Kunstwerken so). Die Lichter in den Käfigen, der rot-weiße Schlagbaum in der Domgasse, das Pier mit Traumhaus am hinteren Aasee, das Bushäuschen an der Johannisstraße oder die Lärmschutzwand aus Backstein am Schlossplatz. Alles Skulpturprojekte der letzten vierzig Jahre.

Dank der Bloggertreffen in Münster habe ich Leila kennengelernt. Sie bloggt unter dem Namen MÜNSTERMAMA. Bei unserem letzten Treffen ist uns aufgefallen, dass wir beide uns schon seit Wochen auf den 10. Juni freuen. Daraus ist ein WhatsApp Chat entstanden, den wir euch nicht vorenthalten wollen. Danke, liebe Leila, es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Den ersten Teil findet ihr hier auf meinem Blog und Teil zwei gibt es bei Münstermama. Ein Klick und ihr seid da 🙂 Und los geht´s:

KUCKUCK LEILA, HAST DU EINE AHNUNG, WAS DEN 3. JULI 1977 MIT DEM 10. JUNI 2017 VERBINDET?

„Jaaa! Die Skulpturprojekte in Münster! Damals war ich noch gar nicht geboren.“

„Aber was von damals ist eigentlich noch da? Kannst du das noch zuordnen?“

KANN ICH, HABE MICH 2007 INTENSIV MIT DEN PROJEKTEN BESCHÄFTIGT. WAR ZWAR AUCH 1997 ALS STUDENT AM START ABER SO RICHTIG INTERESSIERT HABE ICH MICH ERST 2007. DAMALS WAR ICH NOCH KINDERLOS UND HATTE ZEIT OHNE ENDE 😉 ZU DEINER FRAGE: MEINES WISSEN GIBT ES HEUTE NOCH DREI KUNSTWERKE VON 1977. DIE BERÜHMTEN AASEEKUGELN VON OLDENBURG, DANN DIE BEIDEN BETONRINGE AN DEN AASEEWIESEN UNTERM MÜHLENHOF UND DIE NEUN STEINE AN DER PETRIKIRCHE. ALLE DREI SKULPTUREN GEHÖREN FÜR MICH HEUTE UNMITTELBAR ZU MÜNSTER.
KENNST DU DIE GESCHICHTE VON DEN AASEEKUGELN VON DAMALS?

„Die Kugeln verbindet heute wohl jeder mit Münster … Wollten da nicht mal lustige Studis die Kugeln in den Aasee rollen? Die „Mauer“ Steine an der Petrikirche finde ich sehr interessant… die sichtbare Trennung zwischen Kirche und Theologie oder? Im Studium haben wir ohne Ende darüber diskutiert 😉 „

GENAU, ÜBER 200 STUDENTEN WOLLTEN NACH EINER PARTY IM UFERLOS DIE KUGELN IN DEN AASEE ROLLEN, HAT ABER NICHT GEKLAPPT. DIE DINGER HABEN SICH KEINEN CM BEWEGT. :-))))

„Einbetoniert?“

JA, MÖCHTE NICHT WISSEN WIE VIEL STAHL DA DRIN IST…

„:-) 🙂 aber als Student fühlt man sich halt manchmal als könnte man Kugeln ausreissen.“

STIMMT! ÜBRIGENS SOLLTEN NOCH ALLE ANDEREN 12 BILLARDKUGELN ÜBER MÜNSTER VERTEILT AUFGESTELLT WERDEN. SO DER PLAN. ABER PLÄNE SIND JA BEKANNTLICH DAZU DA VERWORFEN ZU WERDEN.

„Ach echt? 15 Kugeln? Wäre auch übertrieben. Sind ja nicht gerade in Las Vegas hier. ;-)“

MÜNSTER KONNTE VERMUTLICH NUR DREI BEZAHLEN :-))))

Kennst du eigentlich diese unauffällige Datumsschild an der Hauswand von Zumnorde? Wo der Brunnen mit dem Heiligen Georg steht?

JA, WAR BEIM LETZTEN WECHSEL SOGAR LIVE DABEI.

Gehörten die auch mal zu den Skulpturprojekten? Das ist immer so ein Spaß!

ICH GLAUBE NICHT, WEISS ES ABER NICHT.

Tja, ist ja aber auch irgendwo Kunst… ich hab gerade über das Senioren Tattoostudio gelesen. Im Alter lass ich mir auch eins stechen. Passend zu den Falten …

Das ist eins der diesjährigen Projekte die ich mir nicht angucken muss.

:-)))) ICH AUCH NICHT!
GIBT ES EIN KUNSTWERK, DAS DU BIS HEUTE NICHT VERSTANDEN HAST? BEI MIR SIND DAS DIE HECKEN AM AASEE. DIE HABEN MIR 2007 NIX GESAGT UND SAGEN MIR AUCH HEUTE NIX. UND ICH BIN IN DEN LETZTEN 10 JAHREN BESTIMMT SCHON 1000X MIT DEM KINDERWAGEN ODER IN LAUFSCHUHEN AN IHNEN VORBEI GELAUFEN.

Die hätte ich auch genannt …. aber dafür gibt es etliche, über die ich mich immer wieder freue! Die Kirschen in der Stadt oder die Antenne am Aasee. Hat du eine „Lieblingsskulptur“?

 

Weiter geht es bei der Münstermama. Viel Spaß beim Lesen und bei der Skulptur2017! :-)))))

 

Habt ihr eine Lieblingsskulptur oder gibt es eine, die ihr gar nicht versteht? Wir sind gespannt über eure Kommentare!

Klopf, klopf, die Eingewöhnung steht vor der Tür!

Am letzten Dienstag hatte wir Besuch. Zwei Erzieherinnen aus Lilas zukünftiger Kitagruppe wollten Lila und uns Eltern kennenlernen. Was ich eine schöne Idee finde. Es war der erste Termin nur für Lila, rechnet man die Arztbesuche mal raus. Eigentlich ein Termin wie jeder andere, dachte ich jedenfalls. Bis die beiden Kita-Mitarbeiterinnen vor der Haustür standen.

Der Tiger freute sich riesig über den Besuch, waren beide in den ersten zwei Jahren doch auch ihre Erzieherinnen . Und da Lila alles toll findet was ihre große Schwester mag, war das Eis zwischen ihr und den beiden Frauen direkt gebrochen. Das zu sehen und mitzubekommen war für uns Eltern eine große Erleichterung.

Und plötzlich wurde das Gespräch für mich sehr emotional (für mein Herzblatt übrigens auch). Gerade hatten wir noch zugesehen, wie Lila den Erzieherinnen ihr Spielzeug zeigt und uns die Informationen über die Kita angehört, als aus dem Nichts die Frage aller Fragen kam: „Und wann sollen wir mit der Eingewöhnung starten?“

Unter anderem wegen genau dieser Frage sind die beiden Erzieherinnen zu Besuch. Schon klar. Aber irgendwie hatte ich die Fragen dann doch verdrängt oder einfach nicht darüber nachgedacht. Mein Herz und Kopf fing an zu arbeiten. Wörter wie Loslassen – Abschied – Vertrauen – Verantwortung und Neustart tauchten im Gehirn auf.

Mit dem Start in die Fremdbetreuung wird aus dem Baby ein Kleinkind bzw. ein Babykleinkind 😉 Wir Eltern haben vermutlich viel größere Schwierigkeiten mit dem Loslassen als unsere Kinder. Nur gut, dass ich schon einmal die Eingewöhnung mit dem Tiger gemacht habe und sie gut funktioniert hat. Das beruhigt. Unsere Lila wird das schon machen, daran habe ich überhaupt keine Zweifel. Und trotzdem, wir Eltern waren in den letzten 14 Monaten immer ganz nah an Lila dran und haben lückenlos jeden Entwicklungsschritt miterlebt. Davon heißt es jetzt Abschied nehmen. Auch wenn wir eng mit den Erzieherinnen im Austausch stehen, ab jetzt trennen sich für ein paar Stunden unsere Wege. Und nachmittags öffnen wir dann wieder die Tür für unsere gemeinsame Familienzeit.

Die Entscheidung, bis wann bleibt Mama oder Papa beim Kind bzw. mit welchem Alter beginnt die Fremdbetreuung, führt ja nicht selten zu emotional geführten Diskussionen. Letztendlich muss jede Familie für sich entscheiden wann für sie der Moment gekommen ist. Passend wird vermutlich kein Zeitpunkt sein. Für meine Herzdame und mich war immer klar, wir wollen beide relativ schnell wieder arbeiten und für unsere Kinder eine gute Betreuung.

Die Entscheidung, den Tiger mit einem Jahr in die U3-Betreuung zu geben, haben wir damals lange und gut überlegt. Sollte es eine Tagesmutter, eine Elterninitiative oder eine Kita sein? Wir haben uns für eine große Kita mit U3-Bereich entschieden (Wenn man ganz ehrlich ist, so groß ist der Spielraum zumindest in Münster nicht, oft muss das genommen werden, was angeboten wird). Wir hatten Glück und sind bis heute mit unserer Entscheidung sehr zufrieden. Der Tiger ging vom ersten Tag an (nach der Eingewöhnung) gerne in ihre Gruppe. Und das ist bis heute so.

Daher gab es aktuell bei Lila keine großen Diskussionen mehr. Klar, jedes Kind tickt anders und deshalb werden wir genau schauen welche Signale uns Lila sendet. Unser aktueller Plan sieht so aus, dass ich jeden Morgen die Kinder gegen kurz vor neun zur Kita bringe und mein Herzblatt und ich sie abwechselnd nachmittags abholen. Anschließend ist bis zum Abendbrot gemeinsame Spielzeit . Meine Herzdame arbeitet voll, ich habe Stunden reduziert, um in Abwesenheit der Kinder den Haushalt, die Wäsche und den Einkauf zu erledigen.

Für mich heißt es jetzt Abschied nehmen. Abschied von einer wunderschönen Zeit. Fremdbetreuung hat immer etwas mit Vertrauen zu tun. Mein Herzblatt und ich haben Vertrauen. Tschüß Elternzeit, willkommen Kita!