Sonne, Sommer, Sonnencreme

Es ist Sommer und ob ihr es glaubt oder nicht, auch in Münster scheint die Sonne. Allerdings finde ich es total nervig meine Kinder mit Sonnenmilch einzucremen. Bislang habe ich noch keine Sonnencreme gefunden, die sich wunderbar verteilen lässt. Und dabei habe ich noch Glück. Der Tiger und auch Lila lassen sich bislang begeistert eincremen (so gerne, dass der Tiger auch schon den ein oder anderen Puppenarm und eine Menge Duplo-Steine mit Sonnenschutz eingecremt hat). Leider muss Eincremen sein, sagt meine Frau. Also mache ich es …  Nein, natürlich weiß ich selbst, wie wichtig Sonnenschutz für meine Kinder ist. Und dass ich meine 44-Jahre-alte-Haut nicht mit der Kinderhaut meiner Töchter vergleichen darf. Aber warum ist Sonnencreme für Kinder überhaupt wichtiger als für Erwachsene?

Weil das Hautkrebsrisiko bei starkem Sonnenbrand bis zu dreimal höher sein kann als bei Erwachsenen. Und warum ist das so? Die Haut von Kindern und insbesondere von Babys ist sehr empfindlich. Die Kinderhaut baut ihren Eigenschutz erst nach und nach auf. Daher wird von unterschiedlichen Internetseiten bei Kindern eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 30 bis 50 empfohlen. Allerdings sollten Babys in den ersten Monaten überhaupt nicht in die Sonne und müssen dementsprechend auch nicht eingecremt werden. Lange Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenschirm oder Schattenplatz ist für Babys der beste Schutz gegen Sonnenbrand.

Aber was hilft die beste Sonnenmilch im Schrank, wenn ich nicht weiß, wann ich überhaupt eincremen muss. Bei blauen Himmel und Sonne pur ist mir das klar. Aber wie sieht es bei Wolkenwetter aus? Dann nützt mir mein Blick in den Himmel nichts. Deshalb habe ich mir eine UV-App auf mein Smartphone geladen. Davon gibt es im Appstore eine ganze Menge. Kostenfreie und kostenpflichtige. Ich habe mich für eine kostenfrei Basis-App entschieden. Bevor ich mit meinen Kindern nach draußen gehe, schaue ich kurz auf die UV-Anzeige. Es gab schon einige Tage, da hätte ich 100 Euro verwettet, dass ich nicht eincremen muss. Wie gut das ich nicht wette, ansonsten wäre es für mich ziemlich kostspielig geworden.

Der UV-Index ist echt hart. So hart, dass ich für mich entschieden habe, erst bei einem Index von 6.0 meine Kinder einzucremen. Ab 6.0 beginnt die mittlere gesundheitliche Gefährdung. Die WHO sagt, ab diesem Wert sind Schutzmaßnahmen erforderlich. Bei dem UV-Index 3-5 stehen noch die Wörter >sind empfehlenswert< im Text. Und 6.0 ist super schnell erreicht, auch bei Wolken.

Wer mehr zum UV-Index lesen möchte und keine Lust auf eine App hat, das Bfs gibt alle drei Tage eine UV-Prognose heraus.

2 Kommentare

  1. Danke für die Info! Kannte die App bisher nicht. Das Thema Sonnenschutz beschäftigt mich auch immer wieder. Kann z.B. nicht nachvollziehen, warum in (Kinder)Sonnencreme Mikroplastik sein muss!?

    • Mikroplastik in Kindersonnencreme? Muss ehrlich gestehen dass ich davon noch nichts gehört habe. Geht meiner Meinung nach gar nicht. Gibt es bestimmt alternative Lösungen, vermutlich kosten die nur mehr 🙁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.